Klinikaufenthalt für Rauchstopp nutzen

Jährlich sterben in Deutschland über 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das Universitätsklinikum Leipzig sieht sich in der gesellschaftlichen Verantwortung, hier auch durch Maßnahmen der Prävention und des Gesundheitsschutzes aktiv zu werden und ist seit 2023 Teil des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen e. V. . Als nächste Maßnahme wurden nun weitere Rauchstopp-Zusatzangebote für Patient:innen etabliert, zunächst in einer Pilotklinik des UKL.

„Ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, den Umgang mit der eigenen Gesundheit kritisch zu überdenken“, erläutert Oberarzt PD Dr. Sebastian Krämer die Idee. Als Thoraxchirurg kennt er die Folgen des Rauchens sehr genau. Auch deshalb ist es ihm ein Anliegen, sich in der Prävention zu engagieren. „Jeder Rauchstopp ist für uns ein Erfolg, den wir gern unterstützen und mit auf den Weg bringen wollen“. Krämer ist daher Mitstreiter im Projekt „Rauchfreies UKL“ und Mitinitiator der Umsetzung des „rauchfrei tickets“ in seiner Klinik am UKL als erster „Pilotklinik“.

Damit ging die Klinik für Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (VTTG) voran und implementierte ab Herbst 2024 das Angebot als Teil der Betreuung während des stationären Aufenthaltes. Voraussetzung dafür war zunächst die Schulung von Mitarbeiter:innen der Klinik als sogenannte Multiplikatoren. Deren Aufgabe ist es dann, mit den Patient:innen über das Rauchen zu sprechen, den Rauchstatus zu erfassen und zum Rauchstopp zu beraten – auch durch Hinweis auf das "rauchfrei ticket". Die Patient:innen können die Anmeldung dafür sofort ausgefüllt übergeben und werden so in das Programm aufgenommen.