100. Lungentumor­resektion in 11 Monaten

Pünktlich zum Lungenkrebs Awareness Monat im November erreichte das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) den bedeutenden Meilenstein. Damit haben die Kolleg:innen des Universitären Lungenkrebszentrums am UKL die für diese Eingriffe aktuell definierte Mindestfallzahl von 40 weit überschritten und alle Qualitätsvorgaben erfüllt.

Der 100. Eingriff war dabei ein besonders aufwändiger – der Patient litt an einem Sarkom, einem bösartigen Bindegewebstumor, der von der Brustwand ausgehend die Lunge angegriffen hat. In der mehr als vierstündigen Operation wurde durch das thoraxchirurgische Team nicht nur der befallene Lungenteil entfernt, sondern auch die Brustwand rekonstruiert.

„In diesem Fall ging der Tumor, anders als bei dem Großteil unserer Krebspatient:innen, nicht selbst von der Lunge aus“, erläuterte Dr. Dr. Metelmann. In der Behandlung dieses eher seltenen Falls arbeiteten am UKL die verschiedenen Experten des interdisziplinären Krebszentrums Hand in Hand. „Dieses Zusammenspiel ist enorm wichtig, um in der Kombination aus Vorbehandlung, Operation und Nachsorge für alle unsere Patient:innen die optimale Therapie erreichen zu können“, ergänzte Prof. Matthias Steinert, Leiter der Thoraxchirurgie am UKL.

Damit stand dieser Eingriff auch stellvertretend für die wichtigsten Funktionen eines Lungenkrebszentrums wie am UKL: die Interdisziplinarität, die Umsetzung neuester Erkenntnisse und den hohen Spezialisierungsgrad. Steinert: "Für die Qualität unserer Arbeit steht auch die Tatsache, dass wir in diesem Monat mit der 100. Lungentumoroperation innerhalb von 11 Monaten die vom Gesetzgeber vorgegebenen Mindestmengen von 40 für dieses Jahr und 75 für das kommende Jahr erreicht und sogar überschritten haben."