Melanom-Früherkennung mit KI

Mit digitaler Bilderkennung gegen schwarzen Hautkrebs: Die UKL-Hautklinik setzt modernste Technik zur Früherkennung des malignen Melanoms ein. Ganzkörperaufnahmen, sogenanntes Total Body Mapping, und Videodermatoskopie erkennen Hautveränderungen schneller. Das neue Gerät liefert in Sekunden hochauflösende Bilddaten und scannt einzelne Läsionen, um gefährlichen Hautkrebs auszuschließen.

Zwei medizinische Fachkräfte bedienen ein Kamerasystem zur digitalen Hautkrebserkennung, Patient steht vor dem Scanner.

„Dieses moderne System mit einer 50 Megapixel-Kamera bietet uns mehrere Vorteile“, erläutert Dr. Anna-Theresa Seitz, Oberärztin der UKL-Hautklinik, die zusammen mit Klinikdirektor Prof. Jan C. Simon für die Anschaffung des Gerätes verantwortlich ist. „Bilder vergangener Untersuchungen können abgespeichert werden. Bei bereits dokumentierten Läsionen erkennt das System durch einen Vorher-Nachher-Vergleich schon geringfügige gutartige oder bösartige Veränderungen im zeitlichen Verlauf, kann aber auch neu hinzugekommene Läsionen nachweisen“, sagt Dr. Seitz.

Eine KI-gestützte Analysesoftware liefert weitere Hinweise auf Malignität, wodurch die Genauigkeit der Melanomerkennung steigt. „Die Analysesoftware unterstützt uns. Die letzte Entscheidung verbleibt aber immer bei den Ärzt:innen“, betont Dr. Anna-Theresa Seitz.