Projekt LIA: Azubis und Studierende leiten Station
Vier Wochen lang übernahmen sieben Studierende und Auszubildende die Leitung der Station A4.2 in der Neurochirurgie. Im Rahmen von LIA, dem Leipziger Interdisziplinären Ausbildungsprojekt, kümmerte sich das Team gemeinsam um rund zehn Patient:innen und war sowohl für die Versorgung der Patient:innen als auch für die Organisation der Station zuständig. Begleitet wurde das Projekt von Ärzt:innen, Praxisanleiter:innen und Pflegekräften der Station A4.2.
Das LIA-Team besteht aus jeweils zwei Azubis der Pflege und der Physiotherapie, zwei Medizinstudierenden und einer Pharmazie-Studentin. „Ziel des Projekts ist es, den jungen Menschen interdisziplinäres sowie eigenverantwortliches Arbeiten im Stationsalltag näherzubringen.“, erklärt Projektleiterin Antje Köhler-Radziewsky.
Antje Köhler-Radziewsky hat LIA gemeinsam mit weiteren Praxisanleiterinnen und Dr. Florian Wilhelmy, Facharzt der Neurochirurgie, ins Leben gerufen. Klinikdirektor Prof. Erdem Güresir und Annett Huke, Pflegerische Leiterin des Departments für Operative Medizin, begleiteten das Team als Projektpaten und stellten die nötigen Ressourcen zur Verfügung. Auch die Medizinische Berufsfachschule des UKL ist beteiligt.
Während der Projektzeit behandelten die sieben Auszubildenden und Studierenden Patient:innen im Spektrum von Bandscheibenvorfällen bis hin zu Gehirn- oder Wirbelsäulentumoren. Dafür arbeitete das Team nach einem festen Tagesplan. So starteten die Pflege-Azubis um 6.30 Uhr mit der Verteilung von Medikamenten, kontrollierten den Blutzucker und bereiteten die Visite vor. Vorher besprach das Team gemeinsam die Aufgaben und welche Patient:innen besondere Aufmerksamkeit benötigten. Nach der Visite wurden Pflegemaßnahmen durchgeführt, Arztbriefe geschrieben und Untersuchungen angemeldet.